Shiatsu – auch für Katzen!

„Meine Katze Minka hat eine Schilddrüsenüberfunktion und sie nimmt die Tabletten nicht. Können Sie ihr mit Tiershiatsu helfen?“ Diese Anfrage erreichte mich vor einiger Zeit. Es handelte sich um eine schon ältere Katzendame, die ihrer Besitzerin sehr ans Herz gewachsen war. Ich erklärte ihr, dass man mit Tiershiatsu die Lebensqualität verbessern und vielleicht auch den Krankheitsverlauf verlangsamen könne.

Frau B. wollte einen Versuch wagen. Minka war brandmager, strahlte aber immer noch eine grosse Lebensfreude aus. Sie war zutraulich, ich konnte sie auf dem Sofa gut behandeln. Wie die meisten Katzen brauchte sie zwischendurch eine Pause von der Behandlung, drehte eine Runde, manchmal führte ich die Behandlung auf dem Katzenbaum weiter. Sie genoss das Shiatsu, streckte sich wohlig, schmuste, manchmal schlief sie auch ein dabei. Und es ging Minka immer besser, sie ging wieder auf Mäusejagd und hatte Appetit. Frau B. war sehr glücklich über den Verlauf der Behandlung.

Was ist Tiershiatsu?
Shiatsu – auch für Katzen!
Tiershiatsu ist eine sanfte manuell-energetische Therapie, mit der die Selbstheilungskräfte angeregt werden. Die meisten Tiere lieben diese Art von therapeutischer Massage. Da hauptsächlich mit den Meridianen (Energie¬leitbahnen) gearbeitet wird, sind die Verbesserungen oft erstaunlich vielfältig und können sich auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene zeigen. Das ganze System kommt wieder in Harmonie, die Katze wirkt gesund und lebensfroh.

Gerade für Katzen, die bekanntlich über sieben Leben und beachtliche Selbstheilungskräfte verfügen, ist Tiershiatsu ideal. Falls nötig, kann eine Behandlung auch aus Distanz durchgeführt werden. Das ist speziell hilfreich bei scheuen und ängstlichen Katzen.
Wo und bei was kann Tiershiatsu helfen?
Tiershiatsu bringt das Immunsystem sanft ins Gleichgewicht, was die Basis für eine gesunde Katze ist. Es hilft bei akuten Gesundheitsproblemen (Magen-Darm-Probleme, Schnupfen, Husten, Blasen-Nierenproblemen), es unterstützt die Regeneration nach Operationen und nach Medikamentengaben. Chronische Prozesse (wie Arthrose, Rheuma, Allergien) können gelindert werden.

Vor allem ältere Samtpfoten haben durch das Shiatsu wieder mehr Lebensfreude, sind beweglicher und vitaler. Der Sprung aufs Fenstersims ist plötzlich wieder möglich, manche bringen auch stolz wieder Vögel und andere Beutetiere heim. Tiershiatsu kann sehr gut unterstützend zu einer tierärztlichen Behandlung eingesetzt werden, ersetzt jedoch nicht den Tierarzt.

Seelische Wunden und Stress
Shiatsu hilft, seelische Probleme und Traumata zu verarbeiten, macht ausgeglichen und lässt ein Tier stressige Situationen besser bewältigen. Katzen aus ausländischen Tierheimen bringen manchmal schwierige Erlebnisse mit, die das Zusammenleben im neuen Zuhause belasten. Hier kann mit Shiatsu der Verarbeitungsprozess unterstützt werden, womit sich dann auch das Verhalten der Katze normalisiert.

Lärmempfindliche Tiere (Silvester, 1. August, Gewitter) bekommen durch die Shiatsu-Massage ein stärkeres Nervenkostüm. Auffällige Verhaltensweisen und Unarten können gemildert werden, ein harmonisches Zusammenleben wird gefördert.

Die Vorteile von Shiatsu

  • Sanfte, wohltuende, manuell-energetische Massagetechnik
  • nicht invasiv, keine Nadeln, keine Medikamente
  • die Selbstheilung wird angeregt, das Immunsystem unterstützt
  • wirksam bei körperlichen und seelischen Beschwerden
  • die Behandlung erfolgt bei Ihnen zuhause

Je nach Stärke der Beschwerden sind mehrere Behandlungen notwendig, zu Beginn im Abstand von einer Woche, meistens entscheidet man nach vier bis fünf Terminen, ob und in welchen Abständen die Therapie weitergeführt werden soll. Bei älteren Samtpfoten ist es wohltuend und hilfreich, wenn sie in Abständen von vier bis sechs Wochen ihre Massage bekommen. Falls gewünscht, können einfache Techniken auch der Katzenbesitzerin resp. dem Katzenbesitzer weitergegeben werden.

Verena Schläfli, August 2013 www.akari-tiershiatsu.ch

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