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Virusinfektionen bei Katzen: Katzenschnupfen

Krankheitsbild:

Katzenschnupfen hört sich zwar harmlos an, ist jedoch eine bedeutend schlimmere Erkrankung als ein Schnupfen beim Menschen. Es geht dabei um eine Erkrankung des Nasen- und Rachenraums und oftmals auch der Bindehäute und Augen. Oftmals sind junge Katzen bis zur 12. Woche betroffen, es kann aber auch Katzen jeglichen Alters betreffen. Anfangs beginnt die Katze häufig zu niesen, wenig später tränen die Augen und wässriger Ausfluss beginnt aus der Nase zu laufen. Die Erkrankung kann zwischen 10-12 Tage dauern und verstärkt sich oftmals in weiteren Symptomen wie gelblicher oder eitriger Nasenausfluss, verklebten Augen, Entzündung der Nebenhöhlen oder Nase sowie bis zur Rachen- oder Lungenentzündung.

Das Virus:

Katzenschnupfen kann durch zwei Viren verursacht werden, durch einen Herpesvirus und das Calicivirus. Das Herpesvirus neigt eher zu Nasen- und Augenausfluss und das Calicivirus eher zu Veränderungen auf der Zunge und am Zahnfleisch sowie Rachen. Es ist jedoch alleine von den Symptomen nicht genau zu erkennen, um welche Form es sich handelt. Die Ansteckung erfolgt meist über den Kontakt mit infizierten Katzen, die durch Niesen oder Ausfluss die Viren weitergeben.

Therapie:

Es ist wichtig, dass Katzen bei Auftreten der genannten Symptome dem Tierarzt vorgestellt werden. Je früher man die Erkrankung erkennt, desto eher kann man mit Naturheilmittel noch das Immunsystem stärken und weitere Entzündungen versuchen zu verhindern. Hat die Katze bereits starke Symptome so wird vom Tierarzt eine Antibiotika-Therapie verordnet. Bei vielen frei lebenden Katzen (z.B. Bauernhöfe) können ganze Familien angesteckt werden und sogar daran sterben da die Futter- sowie Wasseraufnahme aufgrund der entzündeten und verstopfen Nasen-Hals-Rachen-Organen verhindert wird. Ebenso wenn eitriger Ausfluss oder Fieber dazu kommt und nicht medikamentös eingegriffen wird, verenden viele Tiere auf traurige Weise.

Vorbeugung:

Es wird geraten alle Katzen jährlich gegen Katzenschnupfen zu impfen. Am besten werden bereits Jungtiere ab 8 Wochen geimpft, wobei die Grundimmunisierung durch zwei Impfungen im Abstand von 3-4 Wochen erfolgt. Gerade Freigänger sollten geimpft werden, da sich sonst eine Ansteckung im Quartier innert Kürze auf alle Katzen auswirken kann. Bei Hauskatzen verzichten viele auf eine Impfung, da das Virus aber auch über Schuhe, Kleidung oder ungewaschene Hände ins Haus gebracht werden kann, empfiehlt sich eine stetige Impfung. Auch Tierheime oder Katzenpensionen nehmen Ihr Tier nur auf, wenn dies innerhalb der letzten 11 Monate geimpft worden ist.
Falls sich eine Katze Ihrer Katzengruppe angesteckt hat, so achten Sie unbedingt auf folgende Punkte:

jede Katze sollte ihren eigenen Napf haben
lassen Sie die Futternäpfe nicht lange herumstehen sondern reinigen Sie diese nach jeder Mahlzeit um eine Übertragung zu verhindern
bedecken Sie die Schlafplätze mit Frottée-Tücher, welche Sie regelmässig waschen können (vor allem wenn das Niesen mit Schleim erfolgt)
Fragen Sie beim Tierarzt nach Echinacea zur Abwehrsteigerung oder fragen Sie in der Apotheke nach Bachblüten-Produkte welche zur Immunstärkung, Reinigung und Selbstheilung eingesetzt werden können.

Schützt die Impfung vor einer Ansteckung?

? Nein, auch geimpfte Tiere können an Katzenschnupfen erkranken. Meist geht die Erkrankung aber schneller vorbei und verläuft oft weniger dramatisch, da der Körper das Virus bereits kennt.

(Quelle: Désirée Kahl, Tierpsychologin ATN)
 

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