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Achtung Notfall – wenn Besitzer oder ihre Tiere in Not geraten!

Tschüss, ich bin dann mal weg…

Jahr für Jahr gehen in der Schweiz zwischen 10'000 und 20’000 Haustieren verloren. 80% sind Katzen. Sie reissen aus, verirren sich oder verunfallen im Strassenverkehr. Viele werden wieder gefunden – nur meistens weiss dann niemand, wem sie gehören. Für jeden Besitzer ist das der grösste Albtraum! Nicht zu wissen, wo sein Tier ist, ob es eine Verletzung hat oder irgendwo eingesperrt ausharrt und stundenlang jammert… Hinter jedem vermissten Tier steckt ein trauriger und verzweifelter Besitzer!

Vorsorge:

Der Mikrochip ist so gross wie ein Reiskorn und wird von einem Tierarzt auf der linken Halsseite mit einer Spezialspritze unter die Haut injiziert. Die Nummer jenes Chip’s wird mit den Angaben des Besitzers und seinem Tier in der Datenbank ANIS (Animal Identity Service) registriert. Wann immer ein Tier aufgefunden wird, können bei ANIS die dazugehörigen Daten abgefragt und so die Besitzer kontaktiert werden. Die Polizei, Tierheime sowie Tierärzte besitzen einen solchen Chipleser und können zur raschen Rückführung des Ausreissers helfen. Falls Ihr Tier so einen Chip trägt, so denken Sie bitte bei einem Umzug daran, die Daten korrigieren zu lassen! Bei Hunden ist dieser Mikrochip obligatorisch, bei Katzen wird dies wohl nie der Fall sein. Obwohl es mittlerweile viele pflichtbewusste Katzenhalter gibt, sind nur die wenigsten Freigänger mit einem Chip ausgestattet – werden Sie selbst aktiv!

Ebenso sollte Ihr Tier ein Halsband (am besten mit Ihrem Namen sowie Ihrer Telefonnummer) tragen. Nicht immer verirrt sich ein Tier, sondern bettelt vielleicht nur vor einem fremden Napf. Die Nachbarn wissen sofort, dass diese Katze kein Streuner ist und sie diese nicht füttern dürfen. Wichtig dabei ist aber, dass das Katzenhalsband nicht zu locker sitzt und mit einem Click-Verschluss versehen ist, welcher sich sofort öffnet, wenn die Katze beim Freigang irgendwo hängen bleibt. Ansonsten kann sich die Katze damit strangulieren!

Richtiges Handeln:

Falls Sie eine Katze finden sollten und das Gefühl haben, dass es sich um ein verirrtes Tier handelt, so tun Sie folgendes:

wenn ein Halsband getragen wird, so sehen Sie darin nach ob Sie weitere Angaben finden und kontaktieren Sie die Besitzer
fahren Sie bewusster durch das Quartier und beachten Sie Plakate, vielleicht hat jemand ein Foto seines vermissten Tieres aufgehängt, worauf sie genau jenes wieder erkennen
fragen Sie Nachbarn, ob ihnen die Katze auch schon begegnet ist und ob sie deren Besitzer kennen
Achtung: nicht jede schlanke, bettelnde Katze ohne Halsband ist heimatlos, füttern Sie nicht einfach Katzen aus dem Quartier (Sie würden dies auch nicht wollen!)

Falls Ihre Katze nicht mehr nach Hause kommt:

laufen Sie durch das Quartier und rufen Sie die Katze (dies macht auch Nachbarn aufmerksamer) und achten Sie auf Strassenränder (falls sie angefahren worden ist), Gartenhäuser, Kellerfenstern etc. (vielleicht wurde sie versehentlich eingesperrt)
rufen Sie Tierärzte in der Region an und fragen Sie nach aufgefundenen oder verletzten Katzen in ihrer Praxis
rufen Sie bei der Gemeinde an, ob diese eine Meldung einer toten Katze erhalten habe, welche Sie abgeholt haben

Die Schweizerische Tiermeldezentrale (stmz) bietet einen wertvollen Beitrag an vermisste Tiere. Dort sind 24h täglich Vermiss- oder Findermeldungen aufzugeben. Diese werden automatisch an die entsprechenden kantonalen Meldestellen weitergeleitet. Da die Tiere in einer Datenbank aufgenommen werden, kann innert kürze ein Abgleich von Finder- sowie Vermisstmeldungen stattfinden. Auf der Homepage www.stmz.ch finden Sie alle Details dazu.

Falls Ihre Katze verletzt nach Hause kommen sollte, so prüfen Sie folgende Dinge, welches ein Anmelden beim Tierarzt vereinfacht:

kann sie noch laufen?
blutet sie, wenn ja wo genau?
akzeptiert sie ein sachtes Abtasten des Körpers?

Kontaktieren Sie sofort Ihren Tierarzt oder einen Arzt der Notfalldienst hat und bringen Sie die Katze zur Untersuchung. Katzen, die Schmerzen haben, können sich stark wehren, kratzen und beissen. Nehmen Sie ein Frottee-Tuch zur Hilfe, wenn Sie die Katze anfassen müssen (z.B. für das Hineinheben in die Transportbox) und blieben Sie selbst so ruhig wie möglich um das Tier nicht zusätzlich zu stressen.

Auch wenn keine Verletzung sichtbar ist, die Katze sich jedoch apathisch verhält, hustet, sich mehrmals erbricht, Schaum vor dem Mund oder sonst krank wirkt, so kontaktieren Sie ebenfalls telefonisch den Tierarzt. Es könnte sich um eine Vergiftung oder eine nicht sichtbare Verletzung handeln (Sturz aus Höhe, Auto-Unfall mit inneren Verletzungen etc.).

Warten Sie nicht bis zum nächsten Morgen oder bis Ihr Tierarzt die Praxis regulär geöffnet hat, ein verletztes, leidendes Tier gehört sofort in Fachhände. Lieber einmal zu früh in die Praxis als zu spät!

Besitzer in Not:

Was ist, wenn mir was passiert?

Wir alle wünschen uns wenn wir aus dem Haus kommen, dass wir doch gesund wieder zurückkehren mögen. Doch leider ist dies nicht immer der Fall. Ein Autounfall, ein gesundheitlicher Notfall oder anderes können unser Leben innerhalb weniger Sekunden verändern. Die Angehörigen können meist rasch ermittelt werden und stehen innerhalb weniger Stunden am Spitalbett… doch der erste Schreck ist gross und meist wird eines vergessen: Tiere, die Zuhause auf den Besitzer warten!

Damit Ihr Tier nicht stundenlang oder noch länger alleine warten und hungern muss, gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, dies zu verhindern! Wenn immer Sie einen übrigen Hausschlüssel haben, so deponieren Sie diesen bei Nachbarn oder nahe wohnenden Bekannten. Basteln Sie sich aus festem Papier eine Visitenkarte und schreiben Sie darauf:

Achtung, ich bin ein Tierbesitzer! Zuhause wartet auf mich:
Katze(n): ___________________
Hund(e): ___________________
Andere Tiere: ___________________

Bitte verständigen Sie im Notfall folgende Person, welche sich um mein(e) Tier(e) kümmern wird:
Name: ____________________
Telefon-Nr.: ____________________

Füllen Sie die Angaben sorgfältig aus und teilen Sie der angegebenen Kontaktperson mit, dass Sie sie für einen eventuellen Notfall als Ansprechperson erwähnt haben. Diese Karte gehört nun in Ihr Portemonnaie oder noch besser, ein zweites Exemplar in Ihr Fahrzeug. So wird auch im Notfall für Ihr Tier gesorgt!

 

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