Katzen sind aktive, neugierige und anspruchsvolle Haustiere. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihrem Stubentiger ein attraktives und spannendes Leben in der Wohnung ermöglichen, ganz nach dem Motto: ist die Katze zufrieden – freut sich der Mensch.
Katzen lieben es von oben herab ihre Umgebung beobachten zu können. Schlafplätze auf hohen Schränken, Kommoden oder hohen Kratzbäumen sind deshalb sehr begehrt. Ebenso Aussichtsmöglichkeiten an Fenstern werden besonders bevorzugt weil von dort aus immer etwas beobachtet werden kann. Viele Katzen ziehen sich gerne in höhlenartige Plätze zurück, wo sie sich sicher und geborgen fühlen können. Wichtig ist auch, dass die Katze an verschiedenen Orten in der Wohnung solche Möglichkeiten hat, denn meist hält sie sich gerne in der Nähe ihrer Menschen auf.
Katzen lieben einen geordneten Tagesablauf mit fixen Fütterungsund Schlafzeiten. Sie stehen oft schon ein paar Minuten vor dem Klingeln des Weckers vor der Schlafzimmertüre weil ihre innere Uhr sich rasch an den Lebensrhythmus des Menschen gewöhnt hat. Sie mögen es, wenn sie täglich zur gleichen Zeit gefüttert werden und richten ihre Körperpflege-, Schlaf- und Spielphasen danach.
Trotz festen Fütterungszeiten sollte eine Hauskatze auch mal um ihr Fressen betteln müssen und nicht ständig Futter zur Auswahl haben. Das macht nämlich viele Stubentiger zu verfressenen und übergewichtigen Tieren, gerade solche die viel alleine sind und so aus Langerweile ständig an den Napf spazieren. Lassen Sie Ihre Katze mal so richtig ums Futter betteln oder verstecken Sie es in einem Spielball, welcher extra Öffnungen hat, wo die Katze sich das Essen erarbeiten muss – so bliebt sie aktiv und verbrennt vor der Fütterung schon ein paar Kalorien. Verlangen Sie ab und zu kleine Kunststücke von Ihrer Katze (z.B. Männchen machen) um das Leckerli erhalten zu dürfen, sie soll es sich verdienen!
Geradebei Jägern, wie der Katze ist es wichtig, dass sie ihren inneren Trieb ausleben kann. Der Jagdtrieb ist nämlich auch vorhanden, wenn die Katze satt ist. Es geht dabei nämlich nicht ausschliesslich um die Nahrungsaufnahme sondern viel mehr um den Trieb des Jagens und Fangens an sich. Um Ihrer Katze dies ermöglichen zu können, ist es wichtig, dass genügend Spielsachen vorhanden sind, wo sie sich austoben kann. Alleine machen aber Fangspiele meist keinen Spass, so sind Sie als Halter gefragt! Spielen Sie täglich mit Ihrer Katze und seien Sie dabei selber kreativ, es müssen nicht immer gekaufte Spielzeugmäuse oder –bälle sein:
Bitte beobachten Sie Ihre Katze beim Spiel und räumen Sie die Dinge danach weg, damit sich Ihre Katze nicht verletzen kann (gerade Schnüre können sich leicht um den Hals verwickeln und bei Panik immer enger werden!)
Katzen sind neugierig und lieben es, neue Dinge zu entdecken und zu erleben. Bringen Sie Abwechslung für Katzennasen indem Sie neue Gerüche mit nach Hause bringen: Tragtaschen aus anderen Haushalten wo Tiere wohnen, Äste aus dem Wald, etwas Gras aus dem Garten, Heu oder Stroh von Nachbars Kaninchen etc. Lassen Sie Ihre Katze mal an Ihren Händen schnuppern, wenn Sie zuvor den Nachbarshund gekrault haben! Das stillt die Neugier und die Entdeckungslust so mancher Katze!
Eine Hauskatze sollte nur dann alleine gehalten werden, wenn Sie als Halter mehrere Stunden am Tag zuhause sind und viel Zeit mit Ihrer Katze verbringen können. Gerade für berufstätige Besitzer empfiehlt es sich von Anfang an zwei Katzen zusammen einziehen zu lassen. Zu zweit lässt es sich einfach schöner kuscheln, spielen oder auch streiten. Ansonsten langweilt sich das Tier schnell, wird träge, faul und vielfach dann auch übergewichtig weil der Tag aus 23 Stunden Schlaf besteht (wenn man bedenkt, dass Freigänger bis zu 11 Stunden aktiv sind und die Zeit mit jagen, herumstreifen, spielen, der Körperpflege und mit sozialen Kontakten verbringen).
Bei Katzen, welche zu oft und zu lange alleine sind, keine artgerechte Wohnungseinrichtung besitzen oder ihre inneren Triebe nicht ausleben können, entstehen oft Verhaltensstörungen wie z.B. Unsauberkeit, Aggressivität, apathischem oder desinteressiertem Verhalten etc.
Auch wenn Ihre Katze im Haus weniger Gefahren ausgesetzt ist als in der freien Natur, so sollte sie regelmässig von einem Tierarzt untersucht, geimpft und entwurmt werden. So können Sie sicher sein, dass es ihrer Fellnase an nichts fehlt.
Eine Hauskatze glücklich zu machen ist gar nicht so schwer, wenn man auf ihre Grundbedürfnisse eingeht und selbst kreativ durch den Alltag geht.