Nach einer durchschnittlichen Tragezeit von 63 bis 65 Tagen ist es so weit: die Katzengeburt beginnt. Ein umsichtiger Tierhalter lässt seine trächtige Kätzin schon ab dem sechzigsten Tag nicht mehr aus den Augen und hat alle benötigten Geburtsutensilien – dazu gehört auch die Nummer des Bereitschaftstierarztes, der über die bevorstehende Geburt informiert ist – bereit gelegt. Schon Tage vorher sollte man seiner Kätzin einen Wurfplatz vorbereitet haben, der in einer ruhigen Ecke liegt. Ein leerer Karton bietet sich hier an. Wichtig ist, dass sie die Wurfkiste auch annimmt – ansonsten kann es passieren, dass sie sich bei der tatsächlichen Geburt für den Menschen unerreichbar unter das Sofa oder den tiefsten Winkel des Kleiderschrankes verkriecht. Die Geburt selbst steht unmittelbar bevor, wenn die Kätzin unruhig durch die Zimmer läuft, miaut, und immer wieder Ihre Nähe sucht. Bald werden die Wehen einsetzen. Die meisten Katzengeburten verlaufen komplikationslos, die werdende Katzenmutter beginnt zu pressen und bringt nacheinander ihre Katzenbabys zur Welt – bei der ersten Geburt meist nicht mehr als drei, bei erfahrenden Katzenmüttern bis zu acht Katzenkinder. Ein neugeborenes Kätzchen kommt mit der Fruchtblase über dem Kopf zur Welt; es ist die Aufgabe der Katzenmutter, diese aufzufressen, die Nabelschnur zu zerbeißen und ihr Baby zu putzen. Auch die Nachgeburt wird von der Mutterkatze in der Regel aufgefressen. Wichtig ist, dass pro Katzenbaby eine Nachgeburt vorhanden ist.
Katzenbabys
Manche Katzengeburten gehen sehr schnell. Hier kommen die Babys in einem Abstand von ungefähr zwanzig Minuten. Manche Katzen legen zwischen den einzelnen Babys aber auch Pausen von mehreren Stunden ein. Eingreifen sollte Mensch hier erst, wenn die Kätzin länger als zwei Stunden Wehen hat, ohne dass ein Kätzchen geboren wird, oder wenn die Wehen plötzlich wieder abklingen. Auch kann es gerade bei unerfahrenen Katzen vorkommen, dass sie ihren Wurf nicht annehmen. Hier ist der Mensch gefragt, die Neugeborenen von Hand aufzuziehen.