Gefahren für Katzen im Haushalt

Katzen sind unternehmungslustig und immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Wohnungskatzen leben wesentlich ungefährlicher als Freigängerkatzen, könnte man meinen – aber auch in der sicheren Wohnung kann einer übermütigen Fellnase Übles widerfahren.

Da wäre zum einen das gekippte Fenster: Die Katze möchte die Gelegenheit zu einem Spaziergang nutzen, bleibt aber beim Versuch, sich durch den nach unten verjüngenden Spalt zu quetschen, mit Brustkorb oder Becken stecken. Solche Unfälle enden häufig mit schweren Verletzungen oder haben gar den Tod des Stubentigers zur Folge – mit einer im Handel erhältlichen Sicherung sind sie aber leicht vermeidbar.

Auch ein weit geöffnetes Fenster oder ein ungesicherter Balkon können zum tödlichen Spielplatz werden. Zwar sind Katzen sehr geschickt und können gut balancieren, ein vorbeifliegender Vogel lässt aber schnell jede Vorsicht vergessen. Ein engmaschiges, gut fixiertes Katzennetz bewahrt allzu abenteuerlustige Stubentiger vor dem Absturz!

Katzen lieben es warm und kuschelig. Viele Samtpfoten schlafen deshalb leidenschaftlich gerne in der Waschmaschine oder dem Wäschetrockner. Ist diese bereits mit Wäsche gefüllt, kann der Stubentiger beim Einschalten leicht übersehen werden. Überzeugen Sie sich daher von der Anwesenheit ihrer Fellnasen ausserhalb des Gefahrenbereichs, bevor Sie die Waschmaschine oder den Trockner in Betrieb nehmen.

Die meisten Katzen würden niemals freiwillig ein Bad nehmen, dennoch können volle Badewannen oder offene Toiletten zur tödlichen Gefahr für die Samtpfoten werden. Der Badewannenrand lädt zum Balancieren und die Tiefen der Toilettenschüssel zum Erkunden ein. Eine kleine Unachtsamkeit, der Stubentiger rutscht ab und fällt ins Wasser – am glatten Badewannenrand findet er keinen Halt, auch eine kopfüber in der Toilettenschüssel steckende Katze kann sich nicht mehr selbst befreien. Katzenbesitzer tun also gut daran, Samtpfoten von vollen Badewannen fernzuhalten und Toilettendeckel zu schließen.

Viele Stubentiger sind nicht nur neugierig, sondern auch verfressen. In der Küche ist das keine gute Kombination, lauern doch zahlreiche Gefahren wie heisse Herdplatten, geöffnete Konservendosen mit scharfen Kanten (die vielleicht auch noch verführerisch nach Tunfisch duften) und ätzende Reinigungsmittel. Auch reagieren Katzen auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel wie etwa Schokolade, Zwiebel oder Knoblauch mit schweren Gesundheitsstörungen. Hier hilft nur, entweder die Katze oder die Gefahrenquellen aus der Küche zu verbannen beziehungsweise entsprechend zu sichern, wobei zweiteres erfahrungsgemäss leichter zu bewerkstelligen ist.

Auch Katzenbesitzer haben ein Recht auf eine heimelige Wohnung mit Pflanzen und Duftlampen. Leider verbergen sich auch hier für den tierischen Mitbewohner einige Gefahren. Katzen fressen in der Natur Gras, um die Verdauung zu entlasten. Steht ihnen das nicht zur Verfügung, vergreifen sie sich an Zimmerpflanzen, die oftmals giftig oder mit Chemikalien behandelt sind. Ätherische Öle, wie sie Duftöle enthalten, können vom Körper der Katze nicht abgebaut werden und führen zu schweren Vergiftungserscheinungen – das gilt im übrigen auch für das beliebte Teebaumöl, das Katzen gelegentlich zur Flohbekämpfung verabreicht wird.

Katzen spielen gerne und lieben Höhlen. Kriechen sie in eine raschelnde Plastiktüte und finden vor Panik nicht mehr heraus, kann das zum Erstickungstod führen. Wollfäden als Spielzeug bergen beim Verschlucken die Gefahr eines Darmverschlusses, herabhängende Schnüre aller Art können beim wilden Spiel zu einer Strangulationsfalle werden. Hier gilt: Ordnung halten ist das halbe Katzenleben!

Meine Katze lässt mich nicht ausschlafen

Wer sein Zuhause mit einem Stubentiger teilt, kennt diese Situation: Zu nachtschlafender Zeit dringen zuerst leise, dann immer lauter werdende Klagetöne ins noch schlummernde Bewusstsein. Spätestens wenn sich das lautstarke Katzenorgan zwei Zentimeter neben dem Ohr des Schläfers befindet, nimmt die Nachtruhe ein jähes Ende. Ignoriert man das Maunzkonzert, folgt häufig ein Pfotenangriff oder das energische Kratzen an Polstern und Türen – so lange, bis der gepiesackte Katzenbesitzer aufsteht, um seinem tierischen Mitbewohner das Frühstück zu kredenzen oder ihm die Türe für seinem Morgenspaziergang zu öffnen.

Katzen lernen schnell: Haben sie mit dieser Methode einmal Erfolg, wird der tägliche Weckruf zur Gewohnheit. An eine ungestörte Nachtruhe oder gar langes Ausschlafen am Wochenende ist dann nicht mehr zu denken. Spätestens jetzt fragt man sich: Warum macht die Katze das, und wie gewöhne ich es ihr wieder ab?

Katzen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Wenn wir aktiv sind, schlafen die Stubentiger, in unserer Ruhephase werden sie munter. Wohnungskatzen passen sich dem Lebensrhythmus ihrer Menschen zum Teil an, vollständig zu tagaktiven Wesen umerziehen lassen sie sich aber nicht.
Die frühmorgendliche Schreiorgie kann verschiedene Ursachen haben: Entweder ist die Katze hungrig, oder ihr ist langweilig. Für den Menschen macht das erst einmal keinen Unterschied, an Schlaf ist so oder so nicht mehr zu denken. Zur Lösung des Problems führen aber unterschiedliche Wege.

Eine gelangweilte Katze erfreut sich schon an der kleinsten Aufmerksamkeit des Menschen: So wird unter Umständen auch Schimpfen, beruhigendes Kraulen, entnervtes Wegschieben oder das Werfen mit Gegenständen nach dem Störenfried als lustiges Spiel fehlgedeutet. Geben Sie Ihrer Katze daher keinerlei Gelegenheit zur Interaktion und ignorieren Sie standhaft jeden Annäherungsversuch! Bei einer einzeln gehaltenen Wohnungskatze kann die Anschaffung einer zweiten Samtpfote als morgendlichen Spielgefährten Wunder wirken.
Fordern Freigänger-Katzen in der frühen Morgenstunde ihren Ausgang ein, lässt sich das Problem recht einfach durch den Einbau einer Katzenklappe aus der Welt schaffen: Der Vierbeiner kann dann ohne menschliche Hilfe zu seinem morgendlichen Erkundungsgang aufbrechen.

Bei einer hungrigen Samtpfote werden diese Massnahmen keinen Erfolg zeigen. Katzen fressen gerne mehrere kleine Portionen am Tag – liegt die letzte Fütterung schon recht lange zurück, ist es durchaus möglich, dass dem Stubentiger frühmorgens der Magen knurrt. Eine spätere Abendmahlzeit verlängert die Nachtruhe oft erheblich. Auch ein Futterautomat, an dem sich die Katze während der Nacht selbst bedienen kann, leistet in diesem Fall gute Dienste.

Wird die Katze morgens von den ersten Sonnenstrahlen geweckt oder scheint der Mond hell ins Zimmer, hilft das nächtliche Verdunkeln der Wohnung. Auch das Aussperren des Stubentigers aus dem Schlafzimmer kann zu ungestörten Träumen verhelfen – allerdings sollten Sie damit rechnen, dass sich das Maunzkonzert zuerst einmal an einen anderen Standort verlagert und vom Kratzen an der Tür untermalt wird. Geduld und gute Nerven sind hier gefragt – in hartnäckigen Fällen helfen Ohrstöpsel, bis die Erziehungsmassnahme Wirkung zeigt.

Langfristiger Erfolg stellt sich nur durch konsequentes Nichtbeachten der Katze ein. Es ist sicherlich nicht einfach, die Klagelieder einer scheinbar kurz vor dem Hungertod stehenden Samtpfote zu ignorieren. Auf lange Sicht ist dies aber der einzige Weg, die nächtlichen Störungen abzustellen! Katzen sind Meister im Erziehen ihrer Besitzer, und sie nützen jede Schwäche gnadenlos aus. Ein einziger Ausrutscher in Form eines ausserplanmässigen Frühstücks kann die ganze Erziehungsarbeit in Frage stellen!

Einer Katze schlechte Gewohnheiten abzugewöhnen, kostet Zeit und Nerven. Lassen Sie solche daher gar nicht erst aufkommen: Gewöhnen Sie einen neu eingezogenen Stubentiger an feste Fütterungszeiten, und vermeiden Sie konsequent das Füttern ausserhalb dieser Zeiten. Geben Sie die erste Mahlzeit am Morgen nicht unmittelbar nach dem Aufstehen, sondern erledigen Sie erst Ihre morgendliche Routine – und beenden Sie den Tag mit einer ausgiebigen Spielstunde und einer letzten Futterportion vor dem Schlafengehen.

Warum Katzen keine Milch trinken sollten

Beim Gedanken an ein süsses Kätzchen darf die Schale Milch für den Stubentiger nicht fehlen. Während der Hund seinen Knochen hat, hat die Katze ihre Milch – zwei Sinnbilder, die grundverkehrt und sogar gefährlich für die geliebten Vierbeiner sind. Dass ein Hund an einem Knochensplitter sterben kann, ist mittlerweile jedem bewusst. Aber wieso darf eine Katze eigentlich keine Milch trinken? Welchen Gefahren wird das Tier damit ausgesetzt und was ist so schlimm an einer Schale Milch, die die Katze doch freiwillig und liebend gerne leert? Welche Art von Milch kann und sollte eine Katze statt der handelsüblichen Kuhmilch bekommen?

Katzen werden laktoseintolerant
Kleine Kätzchen brauchen Milch – die Milch ihrer Mutter. Wie jedes Säugetier bekommen sie nach der Geburt für einige Zeit Muttermilch geboten, die alles enthält, was sie in dieser Zeit brauchen. Genau wie bei menschlichen Babys ist die Muttermilch der Katze in dieser Zeit das Beste, was das Kätzchen bekommen kann. Während dieser Lebensphase, die etwa vier Wochen andauert, kann das Kätzchen Laktose verdauen. Die kleinen Körper stellen jetzt noch das Enzym Laktase her, das den Milchzucker spaltet. Mit etwa vier Wochen sind die kleinen Fellkugeln dann aber so weit, dass sie selbst beginnen, ihre Nahrung zu jagen. Sie bekommen jetzt immer weniger Muttermilch und die Katze lässt sie schon bald gar nicht mehr trinken. Ihr Verdauungstrakt verändert sich und stellt keine Laktase mehr her, die Kätzchen werden gewissermassen laktoseintolerant. Dieser Prozess liegt darin begründet, dass Katzen jetzt andere Nahrung dringender brauchen, darunter Proteine. Spezielles Kätzchenfutter ist an ihren Bedarf angepasst und sollte ihnen jetzt anstelle von Milch gegeben werden. Denn im Laufe des Katzenlebens bleibt diese Laktoseintoleranz bestehen und die Katze muss sich auf proteinhaltige Nahrung verlassen.

Was passiert, wenn die Katze Milch bekommt?
Bekommt ein Kätzchen eine Schale Milch hingestellt, passiert noch gar nichts. Sie wird sie leeren und kann sie in den ersten Lebenswochen mühelos verdauen. Wenn ihr Stoffwechsel aber beginnt, weniger und schliesslich keinerlei Laktase mehr herzustellen, dann kommt es zu ähnlichen Symptomen wie bei einem laktoseintoleranten Menschen. Wie bei uns gibt es bei der Katze verschiedene Ausprägungen dieser Intoleranz. Manche Katzen trinken regelmässig laktosehaltige Milch und es ist ihnen nicht anzumerken, während andere bereits bei einer kleinen Menge schlimme Beschwerden bekommen. Blähungen, Durchfall und Bauchkrämpfe können die Folge sein, denn das Verdauungssystem der Samtpfote kann mit der Laktose nicht umgehen und scheidet sie unter Schmerzen wieder aus. Entsprechend kann sich auch das Verhalten der Katze durch ihre Verdauungsbeschwerden verändern.

Dürfen Kätzchen Milch bekommen?
Würde ein Kätzchen laktosehaltige Milch bekommen, wäre das für ihre Verdauung kein Problem. Allerdings bekommt das Kätzchen im Normalfall Muttermilch – und diese ist genau auf ihren Bedarf angepasst. Sie braucht deshalb keine zusätzliche Milchzufuhr unter der Voraussetzung, dass die Katze ihre Jungen annimmt und sich um sie kümmert. Wie bei jeder Tierart kann es aber in Einzelfällen vorkommen, dass eine Katze ein einzelnes oder alle Kätzchen aus ihrem Wurf ablehnt und sie nicht säugen will. In diesem Fall muss der Mensch eingreifen und die Kleinen selbst füttern, was mit spezieller Katzenmilch geschieht – nicht mit Kuh-, Ziegen- oder einer anderen, “fremden” Milch. Denn Milch ist immer eine Art Muttermilch und auf den Nährstoffbedarf der Jungen der Tierarzt gemünzt, für die sie gedacht ist. Kuhmilch ist die beste Nahrung für ein Kalb, nicht aber unbedingt für eine kleine Katze. Diese Katzenmilch ist beim Tierarzt zu bekommen. Einen anderen Grund für die Fütterung von Milch bei Kätzchen gibt es nicht, doch solange sie unter vier Wochen alt sind, könnten sie sie verdauen, wenn sie sie bekommen.

Milch ist nicht gleich Milch
Der Mensch verwendet meistens Kuhmilch. In dieser ist Laktose enthalten, die nicht einmal jeder Mensch vertragen kann – und Katzen schon gar nicht. Das ist auch bei vielen anderen Milchsorten so, beispielsweise bei Ziegen- oder Stutenmilch. Der gut gemeinte Versuch, der Katze eine andere Milchsorte anzubieten, geht daher meistens schief, wenn sie schon keine Kuhmilch verträgt. Dennoch sind nicht alle Milchen gleich – schliesslich gibt es auch laktoseintolerante Menschen, die auf Milchkaffee nicht verzichten wollen und dafür eine Alternative brauchen. Diese sind laktosefrei und wären somit auch für eine Katze verträglich, die älter als vier Wochen ist. Meistens bestehen solche Milchen aus pflanzlichen Substanzen wie der Kokosnuss, Sojabohnen oder Mandeln. Diese würden Katzen in freier Wildbahn nicht zu sich nehmen, da sie sie schlichtweg nicht brauchen. Bei jeder pflanzlichen Milch sollte vorher überprüft werden, ob der Salonlöwe alle ihre Bestandteile verträgt oder ob sie nicht auch eher schädlich wären. Wenn es unbedingt Milch sein muss, sollte sicherheitshalber lieber eine spezielle Katzenmilch aus dem Supermarkt oder Tierhandel gekauft werden, die sicher keine schädlichen Bestandteile enthält.

Milch als Trink-Motivation
Bei fast jeder Haustierart gibt es Exemplare, die partout nicht genug trinken. Da man ihnen leider nicht erklären kann, wie wichtig das ist, muss der Halter anderweitig versuchen, sie zum Trinken zu motivieren. Gerade Katzenhalter versuchen das mit Milch, denn schliesslich ist diese doch auch flüssig und die Samtpfote scheint sie auf den ersten Blick zu mögen. Selbst eine spezielle Katzenmilch enthält nicht nur Flüssigkeit, sondern auch eine Reihe an weiteren Nährstoffen – also Kalorien. Vor allem Wohnungskatzen haben es ohnehin schwer, ihre Kalorien ausreichend abzubauen, sodass jedes Schälchen verträglicher Katzenmilch von ihrem Hauptfuttermittel abgezogen werden muss. Selbst, wenn die Katze durch das Angebot von Katzenmilch durchaus Flüssigkeit zu sich nimmt, ist das nicht besser als Wasser. Wenn dies der Grund dafür ist, dem Stubentiger Milch anbieten zu wollen, dann sollten lieber über den Wohnraum verteilt mehrere saubere Wassernäpfe aufgestellt werden. Wenn die Katze das Trinkwasser sieht, ist sie oft eher dazu bereit, es auch häufiger zu trinken.

Milch für die Mieze – ja oder nein?
Eine Katze braucht in den ersten vier Lebenswochen die Milch ihrer Mutter. Wie bei jedem Säugetier und auch beim Menschen ist diese genau an den Nährstoffbedarf der kleinen Katze angepasst. Doch bald darauf stellt ihr Stoffwechsel auf Proteine als Hauptbestandteil der Nahrung um und braucht somit weit weniger Milch. Sobald diese Veränderung abgeschlossen ist, sind Katzen sogar laktoseintolerant und man schadet ihnen mit handelsüblicher Milch von anderen Tieren nur. Selbst vegetarische oder vegane Milchsorten für den Menschen sind für sie unnötig, auch wenn sie sie vertragen würde. Als gelegentliches Leckerli kann sie Katzenmilch speziell für die Katze bekommen, die jedoch dem Körper Kalorien zuführt. Für Wohnungskatzen empfiehlt sich die Fütterung von Katzenmilch also auch nicht und selbst Freigänger profitieren nicht davon. Am besten wird der Katze trotz dem Sinnbild der Mieze über dem Milchschälchen also gar keine Milch angeboten. Sie hätte lieber proteinhaltige Nahrung oder zur Belohnung ein artgerechtes Leckerli!

Katzen im Frühling

Es ist für keinen Katzenfreund ein Geheimnis, dass es Katzen lieber warm und trocken mögen. Deswegen ist der Winter für viele Stubentiger auch eine Zeit, in der Spaziergänge und Unternehmungen an frischer Luft reduziert werden um sich lieber im warmen Zuhause einzukuscheln, wo man – ohne sich nasse Pfoten zu holen – die Zeit bis zum kommenden Frühling gut abwarten kann.

So kann man davon ausgehen, dass sich Katzen über die ersten warmen Sonnenstrahlen, das erste Grün und die ersten bunten Blumen nicht minder freuen als wir Menschen. Der Frühling ist auch für sie eine Zeit, in der es sie wieder vermehrt nach draussen zieht. Spaziergänge und Erkundungstouren werden wieder häufiger und ausgedehnter und sind ideal, um wieder neue Energie zu tanken und die Lebensgeister zu wecken. Nicht kastrierte Katzen, vor allem Kater, gehen jetzt auf die Balz und verschwinden dann häufig über einen langen Zeitraum.

Ausserdem ist die freie Natur der ideale Ort, um ausgelassen zu toben, zu klettern und zu spielen. Dabei ist nicht nur gemeint, dass Katzen gerne potentiellen Beutetieren nachjagen, wie farbenfrohen Schmetterlingen oder Mäusen, die nun endlich wieder aus ihren Löchern kommen. Auch mit ihren Menschen spielen sie draussen ebenso gerne wie drinnen. Dies zu tun ist auch ratsam, damit Katzen einen Teil ihres Jagdinstinktes bereits im Spiel befriedigen, denn im Frühjahr beginnt auch die Zeit, in der Jungvögel ausgebrütet werden – von den Fellnasen heiss begehrt. Viele Katzen leisten ihren Menschen im Garten ohnehin genauso gerne Gesellschaft wie im Wohnzimmer oder der Küche. Und wenn eine der vielen Ruhepausen ansteht, die Katzen so gerne halten, so wählen sie jetzt gerne anstelle des heimischen Sofas oder des Katzenkorbes einen für sie wohligen Platz in der Sonne, wo sie sich den Pelz wärmen lassen können. Das kann zum Beispiel zwischen angenehm duftenden Blumen oder auf warmen Pflastersteinen im Hof sein.

Es ist übrigens nicht ungewöhnlich, wenn man Katzen gleich bei ihren ersten Freigängen ins Grüne dabei beobachtet, wie sie erst einmal Grashalme fressen. Dies tun sie zum einen, um ihren Magen durch Erbrechen von Fellresten reinigen. Eine neuere Theorie besagt ausserdem, dass sie auf diesem Weg Folsäure aufnehmen, das die Blutbildung unterstützt.

Natürlich bieten diese Freigänge auch ein paar Risiken. So ist der Frühling die Zeit, in der man seine Katze schon prophylaktisch mit einem Mittel gegen Zecken und Flöhe schützen sollte. Hierfür gibt es beispielsweise verschiedene Spot-on-Mittel auf pflanzlicher Basis, die der Organismus einer gesunden Katze normalerweise sehr gut verträgt.

Kann man Katzen erziehen?

 

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Manche Katzen lassen sich zwar bis zu einem gewissen Grad beeinflussen, doch das geschieht nie über Dressur oder eine klassischen Erziehung wie beim Hund.
Mit konditionierenden Methoden wie dem so genannten Klickertraining können eventuell dem einen oder anderen Tier gewisse Kunststücke wie im Zirkus beigebracht werden – wie etwa, durch einen Reifen springen, von Stuhl zu Stuhl springen oder ähnliches. Doch solche Kunststücke sollten wenn, dann nur zum Spaß für Mensch und Tier und immer ohne jeden Zwang eingeübt werden. Denn dressieren funktioniert erstens nicht und zweitens wäre das geradezu tierschutzrelevant. Bestenfalls kann man ein Verhalten verstärken, das das Tier sowieso zeigt. Diese Verstärkung funktioniert über Leckerlis (bei verfressenen Tieren), über Lob (bei sehr menschbezogenen Tieren) oder eben gar nicht.
Akzeptabel und stimmig ist nur die Verführung – verführen zu etwas, das die Katze sowieso möchte. Zum Beispiel zur täglichen Fellpflege. Doch dieses “Schmackhaft machen” setzt Verstehen voraus. Wer sich die Mühe nicht machen möchte, sollte sich nicht für eine Hauskatze entscheiden.

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Schlafverhalten Katzen

Wer hat nicht schon einmal seine Katze beim Schlaf des Tüchtigen beobachtet und sich gedacht, was ist das für ein schönes Leben? Andererseits haben sich viele Katzenbesitzer auch schon einmal die Frage gestellt, wie viele Stunden der Stubentiger überhaupt pro Tag mit Schlafen verbringen kann. Das Schlafverhalten des Kätzchens beträgt – pro Tag – rund 16 Stunden. Handelt es sich um ein wohlgenährtes Exemplar, das in der bequemen Wohnung ist, kann die Anzahl der Stunden auch locker 20 betragen.

20 Stunden sind keine Seltenheit
Hauskatzen sind bekannt dafür, dass sie oft faul und auch müde sind. Sie “ruhen” gerne in der Nähe von Menschen, passen sich mitunter auch den Schlaf-Wach-Rhythmus des Besitzers an. Jedoch nur bedingt. Kurze Nickerchen, die oftmals zwei bis drei Stunden dauern, zählen nicht. Für derartige kurze Schläfchen wird die Miezekatze auch nicht eine sorgfältigen Schlafplatz aussuchen, sondern irgendwo ihre Beine wegstrecken und sich von den Strapazen des zuvor erlebten Abenteuers (beispielsweise dem Fressen) erholen. Wenn aber ein langer und ausgiebiger Schlaf geplant wird, kann sie mitunter schon wählerisch werden. Der Stubentiger sucht einen warmen und auch sicheren Ort und beginnt seinen stundenlangen Erholungsschlaf.

Das Schlafpensum ist auch vom Alter des Tieres abhängig
Ein weiterer Punkt, der den Besitzer oftmals ins Staunen versetzt, ist natürlich die Schlafposition. Da gibt es schon außergewöhnliche Positionen, die mehr an Kamasutra erinnern. Vorwiegend passt das Kätzchen ihre Schlafposition an seine Umgebung an. Bei eher kühleren Temperaturen wird sie sich einrollen und ihren Kopf unter dem Körper verstecken. Herrschen warme Temperaturen, liegt sie ausgestreckt am Boden. So die Theorie bei den Stubentigern. Bei Freigängern sieht die Sache anders aus. Doch auch hier gilt, dass die Katze faul ist und schnell müde wird. Andererseits – richtige Freigänger fangen auch Mäuse und powern sich auch gelegentlich aus. Der Stubentiger fängt höchstens unabsichtlich eine Motte… wenn überhaupt.

Kastrierte Tiere sind noch müder
Doch wie viel Schlaf benötigt die Hauskatze tatsächlich? Einerseits spielen das Alter sowie der Gesundheitszustand des Tieres eine Rolle, andererseits ist das Schlafverhalten auch davon abhängig, ob das Tier gesättigt ist oder mitunter sexuelle Interessen bestehen. Vor allem “rollige” Tierchen können schon das Schlafpensum auf ganze 12 bis 14 Stunden reduzieren. Kastrierte Haustiere schlafen dafür mehr – kein Wunder, die Chance, etwas zu verpassen, sind gering.

Der Winter sorgt für lange Schlafpausen
Apropos – wenn der Winter kommt, schlafen Katzen mehr. Da können die regelmäßigen 20 Stunden schon einmal locker auf 22 oder 23 Stunden erhöht werden. Bei alten Exemplaren ist es daher ratsam, hin und wieder einen Spiegel vor die Schnauze des Tierchens zu halten um zu beobachten, ob dieser auch anschlägt. Man weiß ja nie…

Giftige Pflanzen für Katzen

In jedem Haushalt sind die schönsten Blumen in Haus und Garten zu finden, denn allgemein ist bekannt, dass Pflanzen nicht nur viel Freude bringen, sondern auch sehr gute Sauerstoffspender sind. Leider können sich unsere Stubentiger meistens weniger daran erfreuen, denn eine Vielzahl an Blüh- und Grünpflanzen gehören zu den giftigen Arten. Da jedoch sich die meisten Katzenbesitzer mit der Thematik kaum beschäftigen und einfach nicht über das Wissen verfügen, welche Pflanzen keineswegs in einen Katzenhaushalt gehören und welche Sofortmaßnahmen eingeleitet werden sollten, sterben alljährlich eine Vielzahl unserer Fellnasen qualvoll an Vergiftungserscheinungen.

Es ist nun mal eine Tatsache, dass alle Katzen von Haus aus neugierig sind. In der Regel verfügen sie über einen gewissen Spürsinn, welche Pflanzen giftig sind und welche nicht. Aber bei sehr vielen Katzen ist dieser Sinn nicht in der Form ausgeprägt, wie es für sie gut wäre. Sie knabbern zu gerne an alles, was grün ist und das kann fatale Folgen haben. Daher ist der Katzenbesitzer auf der sichersten Seite, wenn er sich darüber informiert, welche Pflanzen den geliebten Mitbewohnern schaden und diese Gefahrenquellen am besten komplett aus Haus und Garten verbannt, auch wenn sie noch so schön aussehen.

Um dem Katzenmenschen ein wenig Hilfestellung über die giftigsten Pflanzen in Haus und Garten zu geben, erfolgt hier eine Aufstellung der wichtigsten Grün- und Blühpflanzen. Angegeben sind zum einen, welche Teile giftig sind sowie die Symptome, die durch die Vergiftung auftreten.

Allen voran ist der beliebte Weihnachtsstern zu benennen, der bereits zu Anfang der Vorweihnachtszeit die Zimmer schmückt und ein weihnachtliches sowie gemütliches Gefühl verbreitet. Jedoch handelt es sich hierbei um ein Wolfsmilchgewächs, bei dem besonders der weiße, milchige Saft extrem giftig ist. Die Symptome einer Vergiftung sind Durchfall, Erbrechen sowie Nierenreizungen. Diese Pflanze kann, wie alle Arten der Wolfsmilchgewächse, zu denen auch die gelbblühende Zypressenwolfsmilch gehört, zum Tode führen. Der Christusdorn ist ebenfalls dieser Kategorie mit den gleichen Erscheinungen einzuordnen, jedoch sind hier Lähmungen als weiteres, zusätzliches Symptom anzuführen.

Ebenfalls zu Weihnachten gehört bei vielen die Mistel. Hier sind alle Teile giftig, es gibt keine Ausnahmen. Neben Durchfall und Erbrechen kann mit der Vergiftung eine Atemlähmung einhergehen, die zum Tod führt. Auch an der Christrose können sich viele Menschen in der Weihnachtszeit erfreuen. Nicht jedoch die kleinen Stubentiger, denn hier sind alle Teile giftig. Der Genuss führt unweigerlich zu Durchfall und Erbrechen, ebenfalls gehört der Tod durch Lähmungen zu den Symptomen.

Eine sehr beliebte Zimmerpflanze ist das Einblatt, bei der es sich um eine Grünpflanze handelt, die eine Blüte hervorbringt, die lediglich aus einem weißen Blatt besteht. Beim Einblatt sind die Stiele sowie die Blätter als giftig zu bezeichnen. Die Symptome im Vergiftungsfalle bestehen aus Durchfall und Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann der Genuss der Pflanze auch zum Tode führen, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird.

Im Frühjahr im Garten immer wieder gern gesehen ist das Maiglöckchen. Diese kleine aparte Blume ist in allen Teilen giftig, besonders sind jedoch die Blüten sowie die Früchte ein großer Risikofaktor. Neben Durchfall und Erbrechen kann ein daraus resultierendes Kreislaufversagen zum Tod führen. Zu den ersten Frühjahrsblühern zählt Osterglocke, die auch als Narzisse betitelt wird. Hier sind alle Teile, besonders jedoch die Zwiebel ungenießbar. Wird ein Strauß Osterglocken in die Vase gestellt, ist durch die austretende, schleimige Flüssigkeit auch das Gießwasser als giftig zu bezeichnen. Kaut die Mieze an dieser Blume oder trinkt von dem Wasser, kommt es zu Krämpfen, Gleichgewichtsstörungen sowie einer Magen/Darmentzündung, die mit Durchfall und Erbrechen einhergeht.

Bei der Lupine handelt es sich um eine attraktive Garten- oder Feldpflanze, bei der die Blätter sowie die Samen giftig sind. Hier ist allergrößte Vorsicht geboten, denn neben Durchfall kann der Tod durch Atemlähmung eintreten. Auch der Oleander ist eine beliebte Gartenpflanze, die vielfach besungen eine gewisse Romantik auf den Menschen ausübt. Jedoch nicht auf den geliebten Felltiger, denn für sie ist eine Knabberei daran gleichbedeutend mit dem Tod durch Atemlähmung sowie Krämpfe. Am Oleander sind für die Katzen alle Teile absolut giftig.

Efeu kann sowohl im Garten als Berankung wachsen, oder als Zimmerpflanze in Haus und Wohnung seine Verwendung finden. Jedoch ist er drinnen wie draußen gleichermaßen schädlich für die Mieze. Giftig sind Blätter, Beeren, Stängel sowie der enthaltene Saft. Zu den bekannten Symptomen zählen Durchfall und Erbrechen und Krämpfe. Bei nicht sofortigem Einschreiten kann der Genuss bei der Katze sogar tödlich enden. Bei der artverwandten Efeu-Tute sind Blätter sowie Triebe gefährlich. Die Symptome für die Erkrankungen sind dem des herkömmlichen Efeus gleichzusetzen, und auch hier kann das probieren der Pflanze tödlich enden.

Die Dieffenbachie gehört zu den sehr alten Arten der Zimmerpflanzen. Schon unsere Großmüttern hatten sie bei sich in der Stube stehen. Dennoch sind bei dieser Grünpflanze alle Teile giftig, besonders jedoch der Stamm. Auch das überschüssige Gießwasser sollte unbedingt von der Mieze ferngehalten werden, hier sammeln sich ebenfalls die Giftstoffe, welche die Dieffenbachie abgibt. Zu den Symptomen gehören neben dem bekannten Durchfall und Erbrechen auch Krämpfe. Ebenfalls wird das Zentralnervensystem angegriffen und ein Tod kann durch Lähmung eintreten.

Die Renaissance der altbekannten Zimmerpflanzen erfreut sich wieder stets wachsender Begeisterung. Dem vierbeinigen Hausbewohner zuliebe sollte der Mensch auf den Besitz der Pflanzen verzichten, so schön sie auch sein mögen. Der Wunderstrauch mit seinen bunten Blättern sieht zwar sehr apart aus, jedoch sind die Rinde, Wurzel sowie der farblose Saft der Pflanze giftig und können bei der Katze Durchfall, Erbrechen und Lähmung auslösen. Weiterhin kann das Kauen an der Pflanze im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen.

Beim altbekannten Buntwurz, der auch unter dem Namen Kaladie bekannt ist, verhält es sich noch etwas anders. Diese Pflanze hat in keinem Katzenhaushalt auch nur annährend etwas zu suchen, denn hier ist nicht nur die gesamte Pflanze giftig, es reicht schon allein die Berührung aus, um beispielsweise eine Hautentzündung hervorzurufen.
Um noch die Liste der bekannten und häufig vorkommenden Pflanzen zu vervollständigen, sollte noch das Fensterblatt benannt werden. Bei dieser Grünpflanze sind die Blätter die Gefahrenquelle. Wenn die Mieze sich an diesen gütlich tut, werden Durchfall und Erbrechen die Folge sein. Unter Umständen kann auch hier der Verlauf tödlich enden.

Sollte es doch zu einem ernsthaften Zwischenfall gekommen sein, dann ist es wichtig, die Symptome einer Vergiftung zu erkennen. Ein Vergiftungs-Verdacht besteht dann, wenn bei der Mieze plötzlich Erbrechen, Benommenheit oder gar Krämpfe auftreten. Im schlimmsten Fall können sogar Blutungen aus den Körperöffnungen hervortreten. Zu den weiteren Symptomen können Speicheln, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Atemnot, Bewusstlosigkeit, Durchfall oder Nickhautvorfall zählen. In jedem Fall ist der sofortige Gang zum Tierarzt notwendig. Ist Mieze bewusstlos, müssen die Atemwege freigehalten werden und gegebenenfalls Erbrochenes entfernt werden. Oftmals sinkt die Körpertemperatur, dann ist die Wärmung ebenfalls ein wichtiger Faktor. Wenn der Besitzer erkennen kann, welche Pflanzen angeknabbert wurden, ist es wichtig, davon eine Probe mit zum Tierarzt zu nehmen. Dies gilt ebenso für Erbrochenes oder Kot, denn so kann der Arzt mit absoluter Sicherheit die toxischen Stoffe feststellen. Reagiert der Katzenbesitzer sofort und umsichtig, dann stehen die Chancen am besten, dass das kleine Fellmäuschen gerettet und wieder absolut gesund wird.

Möchte der Mensch seinem Tier wirklich etwas Gutes und Gesundes zum Knabbern hinstellen, dann zählt Katzengras zu den besten Alternativen. Denn um sich ihrer Haarballen zu entledigen, die sich beim Putzen im Magen sammeln können, benötigt die Katze dieses Gras, welches für sie absolut ungefährlich und gut verträglich ist.

Das A & O für’s Katzenklo

Eine unsaubere Katze ist für jeden Besitzer eine grosse Belastung. Nicht nur das ständige Saubermachen sondern auch der ätzende Geruch, der sich bald überall festgesetzt hat, stellt ein grosses Problem dar.

Tiere haben Emotionen und drücken diese unweigerlich aus: Angst, Freude, Liebe, Hass, Neugier und vieles mehr. Die Katze kann Ihnen also zeigen, wenn sie sich fürchtet, wenn sie jemanden gerne hat oder wenn sie ein anderes Tier verabscheut. Tiere kennen jedoch keine Rache, Gerechtigkeit oder das Verlangen, jemandem etwas heimzuzahlen. Somit ist eine unsaubere Katze nie heimtückisch oder hinterhältig wenn sie neben ihr Kistchen macht. Es ist vielmehr ein Alarmsignal, welches sie unbewusst einsetzt, wenn etwas in der Umgebung nicht stimmt, wie zum Beispiel die Katzentoilette, welche nicht ihren Ansprüchen entspricht.

Wichtig ist zu wissen, dass Katzen in der Natur Kot und Urin absetzen um ihr Revier abzugrenzen und so den nachfolgenden Katzen Informationen zukommen lassen. Deshalb entdeckt man oft auch Kot an erhobenen Stellen, welcher nicht vergraben wurde – gerade damit andere Tieren diesen entdecken. Eine Hauskatze jedoch lernt, ihr Geschäft in der Katzentoilette zu verrichten und als sehr sauberes Tier danach alles zu vergraben, schliesslich möchte sie ihr Heim nicht beschmutzen.

Viele Katzen bleiben ihr Leben lang sauber und verrichten ihr Geschäft in der dafür vorgesehenen Katzentoilette. Es gibt aber auch Tiere, die ständig immer wieder Anzeichen von Unsauberkeit zeigen und sich dies aber häufig nur sporradisch zeigt oder wieder verschwindet. Ebenso ist es möglich, dass Katzen jahrelang die Katzentoilette aufgesucht haben und plötzlich unsauber werden, was für den Halter manchmal schwierig nachzuvollziehen ist. Hier ist es ganz wichtig, dass organische Ursachen als erstes abgeklärt werden und somit ist der Gang zum Arzt unterlässlich! Eine Blasenentzündung, Harnsteine oder –griess können die Unsauberkeit auslösen. Hier ist rasches Handeln notwendig, um Ihrer Katze Schmerzen zu ersparen. Kann der Tierarzt kein organisches Problem feststellen, sollte man im Umfeld des Tieres zu suchen beginnen. Hier sind einige Punkte, welche man beachten sollte um einer mögliche Unsauberkeit vorzubeugen:

  • Die Katzentoilette muss stets sauber sein
  • Es müssen genügend Kistchen vorhanden sind (Anzahl Katzen x Katzentoiletten + 1)
  • Diese sollten an einem ruhigen, geschützten Ort stehen: nicht geeignet neben der lauten Waschmaschine, in der Nähe des Fressnapfes, im Gang, eingeengt zwischen Abfluss und Wand unter dem Spülbecken, in Zimmern die teilweise nicht zugänglich sind etc.
  • Bei grossen Wohnungen/Häusern sollten die Toiletten auf die Etagen aufgeteilt werden und nicht an einem Ort stehen, wo sich die Katze durch Menschen oder anderen Katzen bedrängt fühlt: in der Nähe der Katzenklappe, neben der Haustüre etc.
  • Die Reinigung sollte mit neutraler Seife und heissem Wasser vorgenommen werden; auf stark riechende Reiniger ist zu verzichten (keine acetonhaltigen Mittel verwenden!)
  • die Einstreu sollte nicht an den Pfoten kleben oder hängen bleiben (hier ist auf die Vorliebe ihrer Katze zu achten ob feiner oder grobkörniger Sand bevorzugt wird)
  • die Einstreu mit Duftnote wird oft von Katzen nicht akzeptiert. Ebenso Katzenstreu welcher beworben wird, dass er längere Zeit in der Katzenkiste bleiben kann, steht im Widerspruch zum Reinheitsgefühl der Katze
  • Geschlossene Katzentoiletten werden nur von wenigen Katzen akzeptiert, denn in der Natur der Katze liegt es, die Umgebung überschauen zu können während sie ihr Geschäft verrichten. Ebenso haben Katzen eine extrem feine Nase und man kann sich vorstellen, dass es gegen ihr Reinlichkeitsgefühl geht, wenn sie in eine geschlossene Kiste steigen müssen, in welcher vorher schon eine Katze uriniert/Kot abgesetzt hat.
  • Bei einer unruhigen Katzengruppe ist zu darauf zu achten, ob alle Katzen alleine und ungestört ihr Geschäft verrichten können oder ob eine andere Katze ihr dabei auflauert oder sie teils fixiert oder ihr sie danach attackiert
  • die Kistchen sollten nicht zu nahe beieinander stehen: 2 Kisten im Abstand von 1-2 Meter werden als eine angesehen da sich der Geruch am gleichen Ort festsetzt

Auch wenn alle diese Punkte erfüllt werden, kann es passieren, dass eine Katze unsauber wird obwohl keine organischen Ursachen dafür verantwortlich sind. Es gibt viele andere Gründe, was Unsauberkeit auslösen kann: Verunsicherung, Stress im Umfeld, Unruhe in der Katzengruppe, Veränderungen etc.
Was macht man, wenn man die Katze beim Urinieren an einem ungewünschten Ort erwischt? In dem Moment, wo es bereits passiert, ist es schon zu spät um zu handeln. Die Katze wird nicht augenblicklich damit aufhören sondern wird verunsichert, wenn ihr Herrchen oder Frauchen laut schreiend und schimpfend auf sie zusteuert während sie sich löst. Ebenso sind Strafen wie das Näschen in die Ausscheidung zu drücken, ein Festhalten in der Katzenkiste oder andere körperlichen Strafen völlig sinnlos und zu verabscheuen!

Ist das Problem einmal festgestellt und ist man sich sicher, welche Katze im Haushalt unsauber ist, so kann man anfangen nach den Gründen und Umständen zu suchen. Meist ist man als Halter gefühlsmässig befangen und viele Verhaltensweisen können aus menschlicher Sicht nicht verstanden werden. Hier ist es ratsam, Hilfe aufzusuchen und das Problem von Grund auf anzugehen; wenden Sie sich hierzu an eine Katzenpsychologin.

Ungeliebte Gäste: Flöhe

Flöhe sind wohl die unbeliebtesten Gäste, welche unsere Haustiere mit nach Hause bringen. Wie man diesen am besten vorbeugt oder sie bei Befall schnell wieder los wird, erklären wir Ihnen auf dieser Seite.

Flöhe sind zwischen 1mm-8mm grosse, flügellose, bräunliche Insekten. Am Kopf befindet sich ein Saugwerkzeug, welches dazu dient, durch die Haut des Wirtes zu stechen und Blut zu saugen. Sie gehören zu den temporären Ektoparasiten, da sie sich nur für eine gewisse Zeit auf dem Wirt befinden. Danach suchen sie sich ein neues Opfer und sind dabei gar nicht wählerisch ob Hund, Katze oder Mensch. Ein ausgewachsenes Flohweibchen legt täglich ca. 20 Eier, woraus sich innert weniger Tage beinlose Larven entwickeln, welche sich vom Kot der erwachsenen Tiere ernähren, sich verpuppen und zu einem erwachsenen Floh entwickeln. Dies alles in einem Zeitraum von 18 Tagen. Die Flöhe verursachen mit ihren Mundwerkzeugen kleine Einstiche in die Haut der Tiere und geben dabei zuerst ein Speichelsekret ab, welches die Blutgerinnung verhindert und die Nahrungsaufnahme verbessert. Die Katze wird immer unruhiger, kratzt sich vermehrt und teilweise so stark, dass kleine Hautwunden entstehen können. Ist die Katze stark mit Flöhen befallen, so sieht man diese teilweise im Fell oder auf den Schlafplätzen hüpfen. Hierbei handelt es sich aber bereits um erwachsene Flöhe, die Flohlarven und -eier sind nicht so gut sichtbar. Bei Verdacht auf Flohbefall sollten Sie Ihre Katze auf einer weissen Unterlage kämmen, dabei fallen schwarz-bräunliche Körnchen (Flohkot) und auch Floheier aus dem Fell. Bei Wasserkontakt werden diese Körnchen dann rötlich und es handelt sich definitiv um Flohkot, der aus unverdautem Blut besteht, welches den Darm des Flohes passiert hat. Am besten kontaktieren Sie Ihren Tierarzt und erkundigen sich, welche Mittel er zur Flohbekämpfung für den ganzen Tierhaushalt empfiehlt. Denn wenn man nichts gegen die Flöhe der Katze macht, so wechseln diese nach gewisser Zeit den Wirten und springen auf andere Tiere oder auf den Menschen über. Sollten Sie bei sich beissende kleine Einstiche in linienförmiger Anordnung feststellen (oftmals an Füssen und Beinen), so sollten Sie unbedingt Ihr Tier auf Flöhe untersuchen.

Hat man einen Flohbefall festgestellt, so ist es wichtig, dass alle Schlafplätze der Tiere gründlich abgesaugt werden um Floheier, -larven und -kot zu reduzieren (Staubsaugersack rasch entsorgen). Einfacher sind Katzenecken, die mit Tüchern oder Bezügen ausgestattet sind, da diese gleich gewaschen werden können. Bei starkem Flohbefall müssen zusätzliche Sprühprodukte verwendet werden z.B. für Stoffsofas, Bettwäsche, Matratzen etc. Erkundigen Sie sich auch hier direkt beim Tierarzt.

Das alles kann mit einer guten Parasitenvorbeugung verhindert werden. Da Flöhe überall in der Umgebung aufgelesen werden können, hat ein Flohbefall nichts mit der Sauberkeit eines Haushaltes zu tun. Die bekannten (günstigen) Flohhalsbänder sind extrem geruchsintensiv und sogar wir Menschen finden den Geruch abstossend – wie können wir dies dann unserem Tier direkt an den Hals unter die Nase binden? Meist nützen diese Bänder auch gegen eine stark befallene Umgebung nicht ausreichend. Viel besser und wirksamer (aber auch teurer) sind Spot-On Produkte z.B. Frontline®. Hierbei werden ein paar Tropfen zwischen die Schulterblätter (unerreichbar für die Katze zum Ablecken) direkt auf die Haut gegeben. Flöhe nehmen diesen Wirkstoff dann bereits beim Kontakt mit dem Tier auf und nicht erst beim Saugen mit Blut.

Gut gemeinte Ratschläge zur biologischen Flohbekämpfung wie Teebaumöl, Kokosöl etc. ist erstens eine Qual für das Tier und zweitens nicht abwehrstark (wie gerne hätten Sie den scharfen Teebaumölgeruch täglich in der Nase?). Die heutigen Produkte beim Tierarzt sind kaum mehr eine Belastung für die Umwelt und zudem rasch wirksam.

Unsauberkeit: Protest oder Hilferuf?

Eine unsaubere Katze ist für jeden Besitzer eine grosse Belastung. Nicht nur das ständige Saubermachen sondern auch der ätzende Geruch, der sich bald überall festgesetzt hat, ob auf Möbel, Teppichen oder Tapeten, stellt ein grosses Problem dar. Da fragen sich viele Besitzer, ob die Katze es bewusst macht, um den Besitzer zu strafen…

Gleich zu Beginn muss klar gesagt werden, dass Katzen die Eigenschaften wie Protest, Schadenfreude oder Rache nicht besitzen! Hier würden wir Katzen (allgemein Tieren) eine gleich hohe emotionale Intelligenz zugestehen wie uns Menschen. Tiere haben Emotionen und drücken diese unweigerlich aus: Angst, Freude, Liebe, Hass, Neugier etc. Die berechnende Art, jemandem etwas „heimzahlen zu wollen“ oder sich zu rächen, fehlt aber selbst Tieren höherer Ordnung. Wenn wir uns dies bewusst sind, so merken wir rasch, dass eine unsaubere Katze das Urinieren oder Kot Absetzen aus anderen Gründen verübt. Zudem wissen wir, dass Katzen sehr saubere Tiere sind und auch ihre Umgebung gerne sauber halten.
Wichtig ist zu wissen, dass Katzen in der Natur Kot und Urin absetzen um ihr Revier abzugrenzen und so den nachfolgenden Katzen Informationen zukommen lassen, ähnlich einer Visitenkarte beim Menschen. Deshalb entdeckt man oft auch Kot an erhobenen Stellen, welcher nicht vergraben wurde – gerade damit andere Tiere diesen entdecken. Eine Hauskatze jedoch lernt, ihr Geschäft in der Katzentoilette zu verrichten und als sehr sauberes Tier danach alles zu vergraben, schliesslich möchte sie ihr Heim nicht beschmutzen.

Organische oder psychische Ursache?
Es gibt auch Tiere, die jahrelang die Katzentoilette aufsuchen und plötzlich unsauber werden, was für den Halter manchmal schwierig nachzuvollziehen ist. Hier ist es ganz wichtig, dass organische Ursachen als erstes abgeklärt werden und somit ist der Gang zum Arzt unterlässlich! Eine Blasenentzündung, Harnsteine oder –griess können die Unsauberkeit auslösen. Hier ist rasches Handeln notwendig, um Ihrer Katze Schmerzen zu ersparen.
Kann der Tierarzt kein organisches Problem feststellen, sollte man im Umfeld des Tieres zu suchen beginnen. Ist für den Besitzer nicht sofort erkennbar, woran es liegt, sollte rasch Hilfe einer Fachperson beansprucht werden. Je schneller man die Katze und ihr Verhalten wieder umlenken kann, desto besser! Eine Katze die mehrere Wochen, Monate oder gar Jahre unsauber war, benötigt oft viel länger, bis sie auf Änderungen im Umfeld reagiert.
Hier sind einige Punkte, welche man als Katzenbesitzer allgemein beachten sollte um Problemen vorzubeugen:

Die Katzentoilette

  • muss stets sauber sein
  • sollte an einem ruhigen, geschützten Ort sein (nicht geeignet neben der lauten Waschmaschine, in der Nähe des Fressnapfes, im Gang, eingeengt zwischen Abfluss und Wand unter dem Spülbecken, an Orten die teilweise nicht zugänglich sind etc.)
  • sollte mit heissem Wasser und neutraler Seife gereinigt werden, auf stark riechende Reiniger ist zu verzichten
  • pro Katze sollte mindestens eine Toilette verfügbar sein, gerne eine mehr
  • die Einstreu sollte nicht an den Pfoten kleben oder hängen bleiben (hier ist auf die Vorliebe ihrer Katze zu achten ob feiner oder grobkörniger Sand bevorzugt wird)
  • die Einstreu mit Duftnote wird oft von Katzen nicht akzeptiert, ebenso Katzenstreu welche beworben wird, dass sie längere Zeit in der Katzenkiste bleiben kann, steht im Widerspruch zum Reinheitsgefühl der Katze

Mögliche Lösungsvorschläge bei Katzen, welche an bestimmten Orten
Kot oder Urin absetzen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und klären Sie organische Ursachen ab
  • jene Stelle gründlich reinigen, dabei keine Reinigungsmittel mit Ammoniak benützen, da eine chemische Ähnlichkeit zu Katzenurin besteht und das Beschmutzen fördern kann
  • Halten Sie die Katze wenn möglich von den bevorzugten Stellen fern (oftmals Badezimmerteppiche, dreckige Wäsche, Vorhänge, Teppiche, Bettdecken etc.)
  • Achten Sie noch mehr auf genügend Katzentoiletten und säubern Sie diese noch öfter
  • Versuchen Sie die Katzenkiste an einen anderen Ort zu stellen, falls der bisherige Platz die Ursache sein könnte
  • Kaufen Sie eine andere Art Einstreu und achten Sie darauf, ob Ihre Katze diese Toilette dann bevorzugter aufsucht
  • Bei mehreren Katzen ist es ganz wichtig, beobachten zu können, welche Katze unsauber ist

Was könnte Unsauberkeit oder Markierverhalten auslösen?

Die Gründe sind sehr vielfältig, da die Katze ein sehr komplexes Wesen ist. Hier einige Beispiele, welche als Auslöser dienen können:

  • Die Hektik vor einem Umzug, die Veränderung der ganzen Wohnung mit den Kisten sowie die Eingewöhnung im neuen Heim kann Stress verursachen und Unsauberkeit auslösen
  • Bitte versuchen Sie nie aus einer bisherigen Freigänger-Katze eine Hauskatze zu machen, weil Sie in eine Wohnung umziehen, wo die Katze nicht mehr ins Freie kann. Dies klappt in den seltensten Fällen und die Folge davon kann unsauberes Verhalten sein
  • Eine andere Katze kommt in den Haushalt oder mehrere Katzen leben im Haushalt, welche sich untereinander nicht oder nicht mehr verstehen
  • Vernachlässigung der Katze aufgrund Familienzuwachs oder eines neuen Haustieres wie z.B. einem Hund
  • Streit, Probleme oder Sorgen der Besitzer können von feinfühligen und sensiblen Tiere wahrgenommen werden und verunsichern diese wobei Stress ausgelöst wird
  • Bevorzugte Orte zum Urin absetzen wie z.B. Bettdecken oder Teppiche können irgendwann zur Gewohnheit werden, auch wenn die Ursache des Fehlverhaltens bereits behoben ist; hier ist eine Umlenkung zwingend

Unsauberkeit oder Markierverhalten?
Viele Besitzer sprechen von Unsauberkeit, obwohl es sich um Markierverhalten ihrer Katze handelt. Um zwischen dem markierenden und dem unsauberen Verhalten unterscheiden zu können, sollte man einer Katze dabei zusehen wie sie markiert/uriniert. Ob Männchen oder Weibchen, bei Unsauberkeit setzt sich die Katze wie gewöhnlich hin und pinkelt auf die bevorzugten Objekte wie Teppich, Wäsche, Duschvorlage, Bettdecken etc. Dabei gibt es Katzen, welche die Katzentoilette nicht mehr benützen und andere, welche abwechslungsweise die Katzenkiste und die bevorzugten Plätze aufsuchen.
Beim Markieren bleibt die Katze meist mit dem Hinterteil vor vertikalen Flächen stehen. Sie setzt dann kleine Mengen Urin ab, wobei ihr Schwanz steil nach oben zeigt und meist mit der Spitze noch zittert, danach findet kein Scharren statt. Was viele nicht wissen, auch kastrierte Tiere können markieren!
Meist ist man als Halter gefühlsmaÅNssig befangen und viele Verhaltensweisen können aus menschlicher Sicht nicht verstanden werden. Vielleicht hat man selbst schon vieles versucht und nach Lösungen gesucht und trotzdem hat es nichts genützt. Hier ist es ratsam, Hilfe aufzusuchen und das Problem von Grund auf anzugehen. Hierzu ist eine Analyse des Umfeldes nötig und eine Verhaltenstherapie Ihrer Katze kann helfen, das Problem zu lösen. Falls Sie von einer unsauberen Katze betroffen sind, so nehmen Sie mit mir Kontakt auf, ich helfe Ihnen gerne weiter.